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Yorick

gewesener reuß.-plaw. Rath und Landgeist(l)icher

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Freitag, 19. Januar 2018, 09:24

Schreiben über unbekanntere Komponisten: Die Ungerechtigkeit der Perspektive

Wenn wir über unbekanntere Komponisten schreiben, neigen wir verständlicherweise dazu; als Vergleichsebene die bekannten und sehr bekannten heranzuziehen; wie ich es hier zur modernen Musik anzudeuten versuchte; wie man aber praktisch jederzeit in allen Zeitschriften, Foren oder Verkaufsportalen nachlesen kann. Da wird eben bei Ries immer sofort Beethoven herangezogen oder bei Medtner Rachmaninow; die Reihe ließe sich mühelos ergänzen um viele Beispiele. So nachvollziehbar also das Procedere ist; so sehr verzerrt es von Beginn an die Perspektive; denn beide Genannten sind meines Erachtens völlig eigenständige Künstler und gerade Medtner auf jeden Fall genauso so bedeutend wie sein weltberühmter Freund. Die Frage bleibt; wie soll man es anfangen; schreibt man über weniger bekannte Komponisten?
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"