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Ulli

Ritter vom goldenen Spott

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21

Sonntag, 11. Februar 2018, 16:02

Gammelsonntag ...

Beeindruckende Leistung der Trainer:

Der Zorn junger Männer

Zugleich traurig, wie wenig Einfluß sie tatsächlich nehmen können.
Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.
W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

Yorick

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22

Montag, 12. Februar 2018, 12:38

Deutschboden Ein Dokumentarfilm von André Schäfer

tagesschau24

Zitat


Moritz von Uslars Buch "Deutschboden - Eine teilnehmende Beobachtung" wurde im Herbst 2011 vom Feuilleton gefeiert, wie lang kein anderes mehr. Es sei eine "exzellente Mentalitätsgeschichte", schrieb die FAZ, und "eines der besten Bücher über Deutschland nach der Wiedervereinigung", fand die SZ. Mit seinem Roman hat von Uslar den naheliegenden und doch spektakulären Schritt getan: raus aus der Großstadt, rein in den Alltag einer ostdeutschen Kleinstadt. Drei Monate hat der Reporter in Zehdenick verbracht und eine große Gegenwartserzählung geschrieben: Nah dran an der Tristesse und Eintönigkeit der Kleinstadt, durchdringt er die Ost-Klischees Arbeitslosigkeit, Abwanderung und latenten Rechtsradikalismus - das, was die Bundesrepublik 20 Jahre nach dem Mauerfall immer noch beschäftigt.
DEUTSCHBODEN ist ein Kino-Dokumentarfilm mit und ohne Moritz von Uslar. Er ist im On zu sehen und erzählt seine Geschichte im Off, doch seine Erlebnisse sind nicht nachgestellt. Wenn sich erste Begegnungen anbahnen, die mit dem Autor des bereits erschienenen Romans ja nicht mehr erstmals stattfinden können, schauspielert er nicht; als Stellvertreter übernimmt der Regisseur immer dann den Part von Uslars, wenn die Kamera die bereits beschriebene Realität beobachtet. Seine Technik ist unsere Technik, beim Bäcker, an der Aral-Tankstelle, in der Gaststätte Schröder: beobachten, freundlich guten Tag sagen, verwirrte Gesichter sehen, die in die Kamera gucken. Perfekt abgebildete Trostlosigkeit, gedreht auf digitalem 35mm-Format.

Der Film ist - wie das gleichnamige Buch - eine Mentalitätsgeschichte, eine teilnehmende Beobachtung, die Deutschland 20 Jahre nach der Wiedervereinigung zum Teil drastisch, aber immer liebevoll und völlig anders als je zuvor beschreibt. "Deutschboden" leuchtet - es ist das Licht der Tankstelle an der Ausfallstraße nachts um halb eins.

DEUTSCHBODEN ist eine WDR/RBB-Koproduktion mit der Florianfilm GmbH und Cine Plus, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW und dem Deutschen Filmförderfonds. DEUTSCHBODEN wurde auf der Berlinale 2015 mit dem "Preis der deutschen Filmkritik" ausgezeichnet.




"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

23

Dienstag, 13. Februar 2018, 17:20

Schon vor Monaten:

Der Fall Celine

Erhellung der Verbindungslinien zwischen dem Früh- und Spätwerk dieses Menschen anhand von Stellungnahmen von Céliniens und Non-Céliniens, Bildern, Textzitaten, Filmausschnitten, allerdings ohne finales Verdikt, wie schon die FAZ festgestellt hat.

Yorick

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24

Freitag, 16. Februar 2018, 15:00

Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte (BRD, 2016)



Da hatte ich mir wesentlich mehr erwartet, ein paar gute Szenen; sonst verhaltende Hagiografie. Schade. Immerhin wird schon deutlich, dass Peter Handke wie alle großen Künstler ein sehr schwieriger Mensch ist und ein Riesenarschloch dazu. Ich, der seine Bücher eher achte denn liebe, habe damit kein Problem, ich bewundere ihn für seinen jahrezehntelangen Mut zur Randständigkeit; beneide ihn aber auch um sein Leben, seine Reisen, seine Frauen, sein Haus. Seine aus der Welt fallende Dichtung tut mir immer dann gut, wenn es mir sehr schlecht geht und dafür sei ihm Dank.
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

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