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Yorick

gewesener reuß.-plaw. Rath und Landgeist(l)icher

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1

Dienstag, 20. Oktober 2015, 12:41

TV-Serien / Sitcoms

Kabel 1 Classics ermöglicht mir momentan ein Revival der besonderen Art, denn keine Serie hat mich vor über 20 Jahren mehr beeinflusst als "EsnF", kurz Al Bundy. Nicht mal die derzeitigen Klassiker "Two and a Half Men" oder "The Big Bang Theory" habe ich häufiger gesehen. Vor ein paar Jahren sah ich ein paar Episoden, die mich aber seltsamerweise irritierten; nunmehr genoss ich immer ab halb Sieben abends die geniale 3. Staffel und alles ist wie früher. Geiler gehts nicht!
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

Yorick

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2

Dienstag, 20. Oktober 2015, 12:43

Das war mein Ranking 2006:

Zitat

Meine liebsten Serien, die mir zum Teil heute noch den Tag ertragen helfen:

1. "Eine schrecklich nette Familie" - unschlagbar die Nummer 1, habe alle Teile ein Dutzend Mal gesehen ...

2. "M.A.S.H"

3. "Alf"

4. "Ein Käfig voller Helden"

5. "Bill Cosby" (nur einzelne Episoden)

6. "Roseanne" (nur einzelne Episoden)

7. "Die Simpsons" (nur einzelne Episoden)

8. "South-Park"

9. "Malcolm mittendrin"
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

3

Dienstag, 20. Oktober 2015, 18:16

"Married with Children", der Originaltitel der Serie, hat mich durch die Uni begleitet. Allerdings habe ich sie mir auch irgendwie leidgesehen...

Tatsächlich ist mein absoluter Liebling immer noch die Big Bang Theorie. Das liegt vermutlich daran, dass ich zwar nicht promoviert, aber zumindest Dipl.Nerd bin und damit die meisten Charaktere irgendwie wiedererkenne....
Lucius Travinius Potellus
Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

Ulli

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4

Dienstag, 20. Oktober 2015, 18:38

Das liegt vermutlich daran, dass ich zwar nicht promoviert, aber zumindest Dipl.Nerd bin und damit die meisten Charaktere irgendwie wiedererkenne....

Tja und ich warte eigentlich nur auf den Dr. h.c.

:beatnik:

Als absolute Lieblings-Serie gilt bei mir noch immer Queer as folk.

Die anderen kann ich irgendwie nicht „raten“. Ein wenig nach Genre sortiert schaute ich resp. schaue ich aktuell:

:thumbsup:

Sitcom
Big Bang Theory
Will and Grace

Fiction
LOST, FRINGE, The Returned, JERICHO, Under the dome, SUPERNATURAL, Surface†?, Harper's Island, Real Humans

(Un)heile Welt
Dr. House, Liebling Kreuzberg, Sherlock (BBC), House of Cards (BBC), DEXTER, TOUCH†?, White Collar

Fortsetzungen dringend erwartet werden von:

Real Humans (Staffel 2)
SUPERNATURAL (Staffel 10)
The Returned (Staffel 2)
Under the Dome (Staffel 3)
Big Bang Theory (Staffel 8)

Ich glaube, am meisten Freue ich mich auf den 10. Gang von SUPERNATURAL und dann zu Weihnachten auf Big Bang...

:wacko:

Ich schaue Serien prinziell nur von DVDs, damit ich nicht warten muß... die Fehler aber, Serien in progress zu erwerben, häufen sich.

= Serie beendet und durchgeschaut
Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.
W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

5

Mittwoch, 21. Oktober 2015, 07:02

Bei den Sitcoms sind meine Lieblinge:

Big Bang Theory
Community

Wobei mir Sitcoms auch nicht so sehr liegen. Von den älteren hat Home Improvement/Hör mal wer da hämmert einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.

Bei den Komödien würde ich als meine Lieblinge bezeichnen:

Girls
Arab Labor
Hung
Party Down
Entourage
"Mesudarim" (israelische Serie über vier Jungs, die ihr IT-Start-Up verkaufen und plötzlich Millionäre sind)

Wobei Girls für mich wirklich voll ins Schwarze trifft.

Oh, und Portlandia bekommt noch eine Nennug ehrenhalber!

Dann habe ich eine immense Schwäche für Highschool/Teendramen, und in dem Bereich gibt es dreieinhalb ganz großartige Würfe:

Skins
My so called life
Freaks and Geeks
Life as we know it

Es gäbe in der Liga Downtown Abbey, Tudors, Weeds etc. sicher noch viele Serien zu nennen, die ich mit Begeisterung sehe, ich muss vielleicht auch meine Schwäche für Gossip Girl hier outen, aber wirklich, wirklich großartig unter den Dramaserien finde ich:

Big Love
Mad Men
Breaking Bad
Carnivale
Deadwood
Friday Night Lights

Dann gibt es ja auch noch die vielen -- vor allem britischen -- Miniserien, oft Literaturverfilmungen. Und ganz, ganz viele andere Serien, die ich jetzt vergessen habe. Bloß Vieles, was mit Polizei/Ermittlung zu tun hat, und Krankenhaus sind so Themen, die mich nicht sonderlich ansprechen.

Ich warte gerade auf:

Game of Thrones 5
Mad Men Final
The Expanse (läuft erst noch an)
The Magicians (läuft erst im Januar an)

Mal sehen.

6

Mittwoch, 21. Oktober 2015, 07:56

ich hab mich vom TV ziemlich verabschiedet, weil mir Werbung unendlich auf den Zeiger geht - aber juchee, es gibt die DVD :D

ich habe zwar noch nicht alle meine Lieblingsserien auf DVD, aber das kommt sicher noch ^^



ein spezielles Ranking habe ich nicht, aber gerne gesehen habe ich:

Zitat

"Eine schrecklich nette Familie" - unschlagbar die Nummer 1, habe alle Teile ein Dutzend Mal gesehen ...


jau, darüber kann ich noch immer lachen und spiele mit dem Gedanken mir das auch auf DVD zu holen.


Roseanne

mochte ich ziemlich gerne, zumindest bis sie im Lotto gewonnen haben, zudem steht das Ganze im Zusammenhang mit dem eher dramatischen Ende.


Dr. House

einfach nur toll (hab ich auf DVD)


Big Bang Theorie

Zitat

... Dipl.Nerd
:D :D :D


extrem gerne mag ich den ganzen Star Trek Kram, die Originalserie, Next Generation, Voyager und DS9, nur mit Enterprise tue ich mich schwer.
Allerdings habe ich noch keine der Serien auf DVD.


Babylon 5 hab ich mir als DVD Kiste besorgt, da man hier fast alle Folgen sehen muss, um die Geschichte zu begreifen, viele Folgen weisen weit in die Zukunft, andere nehmen Bezug auf die Vergangenheit und das staffelübergreifend.
Eine tolle SIFI Serie (diesbezüglich verweise ich mal auf den entsprechenden Themenstrang )


V die Außerirdischen besucher kommen
ausdrücklich meine ich die Serie aus den 80ern, nicht die Neuverfilmung aus unserer Zeit.
Die Serie selbst gliedert sich in 3 Staffeln, die erste ist noch die beste, sie zeigt, wie ein faschistoides System eine moderne Gesellschaft unterwandert. In der 2. Staffel wird dieser hochbrisante Ansatz aber schon wieder entkräftet und in der 3. Staffel wird man ein wenig an das A-Team erinnert.... trotzdem macht die Serie Spaß.


nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich mich auch für die aktuelle Mainstreamserie "Game of Thrones" begeistern.
Allerdings erst nachdem ich die 1. Staffel nach einiger Zeit ein zweites Mal angesehen hatte.
(Ebenfalls nur auf DVD)


meine Freundin ist gerade sehr begeistert von "Outlander" aber obwohl es im 18. Jahrhundert spielt, hält sich mein Interesse bisher arg in Grenzen.


extremen Spaß hab ich hier dran :D


He-Man & Masters of the Universe


Shee-Ra Princess of Power

*tschak*


und zu Weihnachten wurde mir bereits der Mund wässrig gemacht, denn da erwartet mich DIE Verkörperung des knallbunten Schwachsinns und dümmlicher Dialoge, in Verbindung mit Slapstick und purer Witzischkeit:


Batman - TV Serie

*yorick* *yorick* *yorick* ich kann es kaum erwarten
Sex, Drugs & Jean Baptiste Lully


7

Mittwoch, 21. Oktober 2015, 22:48

Al Bundy liegt exakt auf meiner Linie - geiler geht's nimmer.

Mit den Dipl.Nerds kann ich auch eine Menge anfangen, auch Two & A Half Man kann ich einiges abgewinnen.

Aber die Muppet Show... :jubel:

Und bei den Serien aus meiner Jugenzeit bleib ich immer bei einer kleben: Sindbad - läuft viel zu selten... *beiss*


jd :wink:
Unser *opi* nahm *opi*-um - Bumms! fiel unser *opi* um.

Yorick

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8

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 05:21

Aber die Muppet Show... :jubel:
Das Tier ... :jubel: :jubel: :jubel:
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

9

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 05:45


nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich mich auch für die aktuelle Mainstreamserie "Game of Thrones" begeistern.
Allerdings erst nachdem ich die 1. Staffel nach einiger Zeit ein zweites Mal angesehen hatte.
(Ebenfalls nur auf DVD)

Dass man Game of Thrones als Mainstreamserie bezeichnen muss/kann, finde ich immer noch ein bisschen kurios. Als das erste Buch der Serie Mitte der Neunziger rauskam, hat das Teil Kritiker und Kollegen geflasht, weil es eben nicht dem Fantasy-Mainstream gefolgt ist (damals haben Leute wie Donaldson, Jordan, Goodkind, Feist und Salvatore den Ton angegeben). Bei den Lesern jedoch hat es sich nur ganz allmählich durchgesetzt. Ab Anfang 2000er tauchten dann die ersten Autoren auf, die sich von Martin inspirieren ließen, und irgendwann wurde daraus schließlich der neue Trend in der Fantasy.

Als dann so nach und nach klar wurde, dass HBO tatsächlich eine Serie daraus machen würde, war von Mainstream erst mal noch keine Spur. Viele Leute (Kunden), denen ich damals davon erzählt hatte, kannten HBO gar nicht. Sex & the City war hierzulande noch die bekannteste Serie des Senders. Die allermeisten HBO-Serien waren im TV eher das, was man bei Filmen Programmkino nennt. Das sah man ja auch an den Einschaltquoten. Man vergleiche mal Sopranos (die damals erfolgreichste HBO-Serie) mit richtigen Mainstream-Serien wie Dr. House, Friends etc. Mit dem, was die stärksten HBO-Serien an Quoten erreichten, wurden bei anderen Sendern Serien schon nach zwei, drei Folgen abgebrochen.

Von daher finde ich es echt verblüffend, wie sehr sich das dann doch durchgesetzt hat und tatsächlich Mainstream geworden ist. Manchmal setzt sich Qualität halt doch durch ... :D

Yorick

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10

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 05:52

Dass man Game of Thrones als Mainstreamserie bezeichnen muss/kann, finde ich immer noch ein bisschen kurios.
Weiß Gott! ich habe alle zehn Bände gelesen und bis Staffel 3 geschaut und mich erst ausgeklinkt, als es begann, Mainstream zu werden.
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

Ulli

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11

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 09:00

als es begann, Mainstream zu werden.

Es ist wohl ein allgemeines „Problem" bei Serien, daß sie irgendwann im Verlauf ihre Individualität zu Gunsten des Mainstream aufgeben; ich betrachte das Wort Mainstream hier in diesem Kontext in der Tat negativ konnotiert: es scheint relativ selten, daß das Gewisse Etwas verfeinert und von Staffel zu Staffel noch subtiler wird - wie z.B. bei TBBT. In vielen Fällen artet alles irgendwann in „mehr, größer, böser" usw. aus - das macht dann keinen Spaß mehr und ergibt auch für mich keinen Sinn; dann ist es besser, gezielt einen Endpunkt der Serie zu setzen.

Bei vielen Serien nervt mich auch deren Konfusität im Verlauf: ich habe den Eindruck, daß die Serien quasi beim Drehen weiterentwickelt und daher z.T. nicht ganz schlüssig fortgesetzt werden: gewisse hochinteressante Stränge laufen in eine Sackgasse, andere Nebenstränge werden plötzlich hervorgehoben. Das liegt vermutlich daran, daß z.T. auch unterschiedliche Autoren für einzelne Staffeln oder Episoden verantwortlich sind. Wie heißt es? „Viele Köche..." - Da lobe ich mir „Under the Dome"; hier orientiert sich die Serie relativ nah an dem Text von Steven King (ein paar Kleinigkeiten wurden für die Serie geändert), aber insgesamt ist hier eine Stringenz und Konsequenz zu erkennen und mitzuerleben, wie es bei Serien selten der Fall ist.
Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.
W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

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12

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 09:29

Sindbad

...war durchaus sehr prägend; als ich das erste Mal einen echten Adler sah - ich kann meine Enttäuschung noch immer nicht in Worte fassen: ich war der festen Überzeugung, man könne sich an die Krallen des Adlers krallen und mitfliegen. Inseln waren bis zum ersten Geographieunterricht schwimmende Walrücken...

Hach, die Realität ist viel zu nüchtern.

Von den Trickserien dieser Art mochte ich vor allem auch Pinocchio und Ciao Marco! Diese Kullertränen... ;(
Heidi ging so... :D - Weiber haben mich noch nie fasziniert. Für die heutigen Kleinkinder dürfte das alles bereits Pillepalle sein; da erntet man allerhöchstens und unter Einbezug aller Gnaden einen giftigen Blick, den man selbst beim Thema Heimatfilm aufsetzen würde...

Zitat

Muppet Show

Schweine im Weltall und vor allem die geile Sau Gonzo aka Nikolaus Harnoncourt: :jubel:
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13

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 09:47

Dass man Game of Thrones als Mainstreamserie bezeichnen muss/kann, finde ich immer noch ein bisschen kurios.
Weiß Gott! ich habe alle zehn Bände gelesen und bis Staffel 3 geschaut und mich erst ausgeklinkt, als es begann, Mainstream zu werden.
Würde mir nicht einfallen, einen Autor, der mir gefällt oder mich gar begeistert, nur deshalb nicht mehr zu lesen, weil er plötzlich ein paar Tausend Bücher mehr verkauft.
als es begann, Mainstream zu werden.

Es ist wohl ein allgemeines „Problem" bei Serien, daß sie irgendwann im Verlauf ihre Individualität zu Gunsten des Mainstream aufgeben; ich betrachte das Wort Mainstream hier in diesem Kontext in der Tat negativ konnotiert: es scheint relativ selten, daß das Gewisse Etwas verfeinert und von Staffel zu Staffel noch subtiler wird - wie z.B. bei TBBT. In vielen Fällen artet alles irgendwann in „mehr, größer, böser" usw. aus - das macht dann keinen Spaß mehr und ergibt auch für mich keinen Sinn; dann ist es besser, gezielt einen Endpunkt der Serie zu setzen.

Bei vielen Serien nervt mich auch deren Konfusität im Verlauf: ich habe den Eindruck, daß die Serien quasi beim Drehen weiterentwickelt und daher z.T. nicht ganz schlüssig fortgesetzt werden: gewisse hochinteressante Stränge laufen in eine Sackgasse, andere Nebenstränge werden plötzlich hervorgehoben. Das liegt vermutlich daran, daß z.T. auch unterschiedliche Autoren für einzelne Staffeln oder Episoden verantwortlich sind. Wie heißt es? „Viele Köche..." - Da lobe ich mir „Under the Dome"; hier orientiert sich die Serie relativ nah an dem Text von Steven King (ein paar Kleinigkeiten wurden für die Serie geändert), aber insgesamt ist hier eine Stringenz und Konsequenz zu erkennen und mitzuerleben, wie es bei Serien selten der Fall ist.
Ich möchte nur mal bezüglich meines obigen Posts anmerken, dass ich Mainstream an sich überhaupt gar nicht negativ konnotiere und auch nicht einsehe, warum man das machen sollte. Es gibt genügend Beispiele für Genre- und Nischenmachwerke, die unter denselben Qualitätsmängeln leiden wie Mainstreamprodukte. Und nur weil viele Leute etwas toll finden, muss das ja noch nicht heißen, dass es Schrott ist. Innerhalb der klassischen Musik haben wir dafür ja die besten Beispiele. Bloß weil Bach und Mozart zum Klassik-Mainstream zählen und in den Konzertsälen rauf und runter gespielt werden, sind sie noch lange nicht schlecht ...

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Donnerstag, 22. Oktober 2015, 09:48

V die Außerirdischen besucher kommen
ausdrücklich meine ich die Serie aus den 80ern, nicht die Neuverfilmung aus unserer Zeit.

Nicht zu verwechseln mit „Die Besucher" - ebenfalls einer 80er-Jahre-Serie mit Reisenden aus der Zukunft:



Einfach nur geilomat! *lol*
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15

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 09:51

Ich möchte nur mal bezüglich meines obigen Posts anmerken, dass ich Mainstream an sich überhaupt gar nicht negativ konnotiere und auch nicht einsehe, warum man das machen sollte. Es gibt genügend Beispiele für Genre- und Nischenmachwerke, die unter denselben Qualitätsmängeln leiden wie Mainstreamprodukte. Und nur weil viele Leute etwas toll finden, muss das ja noch nicht heißen, dass es Schrott ist. Innerhalb der klassischen Musik haben wir dafür ja die besten Beispiele. Bloß weil Bach und Mozart zum Klassik-Mainstream zählen und in den Konzertsälen rauf und runter gespielt werden, sind sie noch lange nicht schlecht ...

Deswegen schrieb ich ja, daß ich Mainstream in diesem Kontext negativ sehe; das ist ja keine Verallgemeinerung. Ich meine aber dennoch zu erkennen, daß gewisse Serien an Niveau nachlassen, sobald sie vom Mainstream eingenommen wurden. Insofern ist das dann doch eine Qualitätsverschlechterung, nicht? Die typischen Mainstreamewerke der klassischen Musik hört ja auch kaum noch ein ernstzunehmender Klassikhörer...

*hide*
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Donnerstag, 22. Oktober 2015, 09:58

Dass man Game of Thrones als Mainstreamserie bezeichnen muss/kann, finde ich immer noch ein bisschen kurios.
Weiß Gott! ich habe alle zehn Bände gelesen und bis Staffel 3 geschaut und mich erst ausgeklinkt, als es begann, Mainstream zu werden.
Würde mir nicht einfallen, einen Autor, der mir gefällt oder mich gar begeistert, nur deshalb nicht mehr zu lesen, weil er plötzlich ein paar Tausend Bücher mehr verkauft.
Du verstehst mich, wie so oft, leider falsch! Ich machte nicht weiter, weil die Qualität versiegte! Weitere Bände sind nicht erschienen und waren auch vorher schon einige komplett misslungen; die TV-Serie verselbständigt sich, entfernt sich immer weiter vom Original (da ja abzusehen ist; dass man irgendwann seine Drehbücher wird selber schreiben müssen) und wird eben nunmehr auf die Masse hin konzipiert. Bestes Beispiel die Ambitionen, ausgeschiedene Charaktere wieder hereinzuholen ins Boot. Meines Erachtens ist ja eines der Qualitätskriterien, dass in den Büchern die Stars und Identifikationsfiguren konsequent kompromisslos verscheiden, ohne irgendwelche Erklärungen, Beschwichtigungen oder sentimentale Akzente. Daher mein Ausklinken ...
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17

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 10:05


nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich mich auch für die aktuelle Mainstreamserie "Game of Thrones" begeistern.
Allerdings erst nachdem ich die 1. Staffel nach einiger Zeit ein zweites Mal angesehen hatte.
(Ebenfalls nur auf DVD)

Dass man Game of Thrones als Mainstreamserie bezeichnen muss/kann, finde ich immer noch ein bisschen kurios. Als das erste Buch der Serie Mitte der Neunziger rauskam, hat das Teil Kritiker und Kollegen geflasht, weil es eben nicht dem Fantasy-Mainstream gefolgt ist (damals haben Leute wie Donaldson, Jordan, Goodkind, Feist und Salvatore den Ton angegeben). Bei den Lesern jedoch hat es sich nur ganz allmählich durchgesetzt. Ab Anfang 2000er tauchten dann die ersten Autoren auf, die sich von Martin inspirieren ließen, und irgendwann wurde daraus schließlich der neue Trend in der Fantasy.

Als dann so nach und nach klar wurde, dass HBO tatsächlich eine Serie daraus machen würde, war von Mainstream erst mal noch keine Spur. Viele Leute (Kunden), denen ich damals davon erzählt hatte, kannten HBO gar nicht. Sex & the City war hierzulande noch die bekannteste Serie des Senders. Die allermeisten HBO-Serien waren im TV eher das, was man bei Filmen Programmkino nennt. Das sah man ja auch an den Einschaltquoten. Man vergleiche mal Sopranos (die damals erfolgreichste HBO-Serie) mit richtigen Mainstream-Serien wie Dr. House, Friends etc. Mit dem, was die stärksten HBO-Serien an Quoten erreichten, wurden bei anderen Sendern Serien schon nach zwei, drei Folgen abgebrochen.

Von daher finde ich es echt verblüffend, wie sehr sich das dann doch durchgesetzt hat und tatsächlich Mainstream geworden ist. Manchmal setzt sich Qualität halt doch durch ... :D


Game of Thrones mag ich auch sehr - sowohl die Bücher (die ich vor der Begegnung mit der Serie gelesen habe), als auch die Serie, die ich auch sehr gut gemacht finde. Habe auch alle bisher erschienene Staffel auf dem Regal...

Würde mir nicht einfallen, einen Autor, der mir gefällt oder mich gar begeistert, nur deshalb nicht mehr zu lesen, weil er plötzlich ein paar Tausend Bücher mehr verkauft.


Dito.

LG
Tamás
*castor*
Alle Wege führen zum Bach,
.................................... wo der kleine Biber lebt!


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18

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 10:09

Bestes Beispiel die Ambitionen, ausgeschiedene Charaktere wieder hereinzuholen ins Boot. Meines Erachtens ist ja eines der Qualitätskriterien, dass in den Büchern die Stars und Identifikationsfiguren konsequent kompromisslos verscheiden, ohne irgendwelche Erklärungen, Beschwichtigungen oder sentimentale Akzente.

?(
Das ist ja in der Serie ganz genauso... *hä* Mehr sogar: in der Serie stirbt z.B. plötzlich eine Figur, der in den Büchern noch lebt.

Es gibt Änderungen, klar, und langsam verursachen sie sogar schon erhebliche Abweichungen, aber der Geist der Bücher wurde trotzdem beibehalten, wie auch die wichtigsten Ereignisse nehmen denselben Lauf.

LG
Tamás
*castor*
Alle Wege führen zum Bach,
.................................... wo der kleine Biber lebt!


19

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 10:51

Die einzige Serie die ich mir in der letzten Zeit konsequent angesehen habe, war The Walking Dead und da warte ich jetzt auf die 5. Staffel. Alleine schon deswegen, auf dass dieser blöde Cliff Hanger aufgelöst wird, mit dem die 4. geendet hat.

Siegfried
8-)

20

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 11:25


Es gibt Änderungen, klar, und langsam verursachen sie sogar schon erhebliche Abweichungen, aber der Geist der Bücher wurde trotzdem beibehalten, wie auch die wichtigsten Ereignisse nehmen denselben Lauf.


Ich wäre sogar begeistert, wenn sich Serie und Bücher noch weiter auseinander entwickeln würden. Beide sind bisher richtig gut, wie ich finde, und was wäre das für ein Luxus, wenn man am Ende zwei geile Versionen der Geschichte hätte! Ich hoffe sehr, dass es in diese (beiden) Richtung(en) gehen wird.

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