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Donnerstag, 8. März 2012, 21:33

02 - Sinfonie Nr. 3: Einspielungen

Na sowas — da fehlt doch ein Thread über eine meiner Lieblingssymphonien...

Kennengelernt habe ich die Symphonie durch Kubelik:


Die Kubelik-Einspielungen sind nach wie vor eine Referenz.

Wer es rhapsodischer, breiter mag, ist natürlich mit Bernstein immer hervorragend bedient:

Der sechste Satz ist schon von einer fast zermürbenden Breite, löst bei mir gegen Ende aber Dauergänsehäute aus.

Einen anderen Ansatz wählt wie immer Solti, dessen Aufnahme für mich ebenfalls Referenzcharakter hat.

Zupackender; besonders der erste Satz ist geeignet, einen aus dem Sitz zu pusten!

Irgendwo dazwischen liegt Chailly. Das Concertgebouw ist für mich eines der besten Orchester der Welt, und Chailly gehört zu meinen absoluten Lieblingsdirigenten. Für meinen Geschmack findet er eine gelungene Balance, einen schönen Orchesterklang ohne zu glätten. Ich habe oft Stimmen gehört, dass diese Einspielung 'zu schön' sei, kann das aber nicht teilen... nunja, vermutlich eine Sache des persönlichen Geschmacks und des persönlichen Zugangs zu Mahler.


Heute bin ich dann zum ersten Mal Herrn Zinman begegnet. Eher Richtung Chailly und Solti als Bernstein. Der VI. Satz ist mir fast zu schnell, gerade noch an der Grenze. Die Altistin hat eine sehr schöne Stimme, tritt auch im IV. Satz schön hervor. Die hochgezogenen Oboentöne sind mir ein wenig zu kulitiviert. Der erste Satz und das Posthornsolo sind ausgesprochen gelungen. Insgesamt eine sehr gute Einspielung, auch wenn ich sie hinter Bernstein und Solti einordnen würde, auf einer Höhe mit Chailly. Zinman beachtet Mahlers Anweisungen sehr genau, von daher auf jeden Fall eine sehr saubere, durchdachte und konsequnente Aufnahme. Auf jeden Fall hat es im Finale zu Gänsehäuten gereicht...
Lucius Travinius Potellus
Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

Yorick

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Samstag, 30. Mai 2015, 11:42

Derzeit in der Digital Concert Hall in drei Einspielungen zu sehen und zu hören:

So, 21. Dezember 2008
Berliner Philharmoniker
Zubin Mehta
Lioba Braun

Gustav Mahler
Symphonie Nr. 3 d-Moll (01:38:00)
Lioba Braun Alt, Rundfunkchor Berlin, Robin Gritton Einstudierung, Tölzer Knabenchor, Gerhard Schmidt-Gaden Einstudierung
DCH


Sa, 05. Februar 2011
Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle
Nathalie Stutzmann

Gustav Mahler
Symphonie Nr. 3 d-Moll (01:49:37)
Nathalie Stutzmann Alt, Knaben des Staats- und Domchors Berlin, Kai-Uwe Jirka Einstudierung, Damen des Rundfunkchors Berlin, Simon Halsey Einstudierung
DCH


Fr, 13. Juni 2014
Berliner Philharmoniker
Gustavo Dudamel
Gerhild Romberger

Gustav Mahler
Symphonie Nr. 3 d-Moll (01:48:49)
Gerhild Romberger Mezzosopran, Damen des Rundfunkchors Berlin, Tobias Löbner Einstudierung, Knaben des Staats- und Domchors Berlin, Kai-Uwe Jirka Einstudierung
DCH


Geplant:

Fr, 29. Januar 2016, 20 Uhr
Berliner Philharmoniker
Iván Fischer
Anna Larsson

Gustav Mahler
Symphonie Nr. 3 d-Moll
Anna Larsson Mezzosopran, Damen des Rundfunkchors Berlin, Gijs Leenaars Einstudierung, Knaben des Staats- und Domchors Berlin, Kai-Uwe Jirka Einstudierung
DCH
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

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Sonntag, 22. Mai 2016, 13:26

Andrey Boreyko, Jenaer Philharmonie, 2003

Habe ich vor Ort erstanden; leider kein Link oder auch nur Bild zu finden. Auf jeden Fall ein Beleg dafür, dass auch kleinere Orchester das Mammutwerk aufzuführen vermögen; wenngleich natürlich die Solistenfrage selten überzeugt.

Brigitta Svenden: Mezzosopran
Großes Orchester der Jenaer Philharmonie
Knabenchor der Jenaer Philharmonie
Philharmonischer Chor Jena
Andrey Boreyko

Konzertmitschnitt vom 28. Juni 2003, Volkshaus Jena
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

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Sonntag, 22. Mai 2016, 13:35

Jessye Norman, Wiener Philharmoniker, Claudio Abbado, 1980





Die Aufnahme, die sehr lange in den diversen Foren favorisiert wurde; lange sehr teuer und selten; inzwischen neu aufgelegt und natürlich in Konkurrenz mit des Dirigenten und anderer späterer Aufnahmen.
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

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Freitag, 27. Mai 2016, 15:57

Kathleen Ferrier, BBC Symphony Orchestra, Adrian Boult, 1947

CD 2


Interessante Aufnahme, klanglich für das Alter in Ordnung; nur bei höheren Stellen, vor allem in den Bläsern quäkend; man ist geneigt, das technische Detail als Interpretation zu verbuchen.
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

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Freitag, 27. Mai 2016, 18:00

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Samstag, 28. Mai 2016, 09:45



Kondraschin interpretiert die 3. bar jeglicher Doppelbödigkeit und Ironie als das, was sie auch noch ist: nämlich eine riesengroße, kolossale Sinfonie auf dem Weg in die Moderne.
Ich persönlich finde es immer wieder erfrischend, speziell diese Aufnahme zu hören, wobei ich regelmäßig von den beiden Vokalsätzen überrascht werde, die in Russisch gesungen sind! Da ich dieser Sprache nicht mächtig bin, bekommen diese Sätze für mich gleichsam etwas Vokalisenartiges, dass die Absolutheit dieser Musik betont. Für Puristen sind diese Sätze übrigens auch noch auf Deutsch eingespielt und befinden sich als Anhang auf der CD2.

Siegfried

palestrina

Freispruch für Tosca - Jago soll hängen

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Dienstag, 21. Juni 2016, 19:47

Kent Nagano.


Deutsches Sinfonieorchester Berlin

Habe ich mir nur zugelegt wegen Dagmar Pecková, aber was soll ich sagen: viel besser als ich dachte, mittlerweile gehört sie zu meinen liebsten!
Sehr intensiv mit ausgekosteten Stellen und auf der anderen Seite mit viel Power!

LG palestrina
„ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
Oolong

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Donnerstag, 12. Oktober 2017, 13:47

Jadwiga Rappe, Rundfunkchor Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Heinz Rögner, 1983

CD 1 und 2


Eine Entdeckung ersten Ranges, diese Dritte unter Rögner. Wie stets im Osten Deutschlands zwischen den 60ern und den späten 80ern ist der Zugang ein betont weltlicher, unprätentiöser; ja bisweilen ruppiger; ohne jemals in Unkultivierte zu entgleisen. Streng wird hier auf Abstand gehalten zu allzu großer Emotion, sodass Sentimentalität und gefühlsmäßiger Überschwang á la Lenny nirgends aufkommen können; aber auch zu jeder Art von Schingderassa Bumm und schlagmichtot á la Solti. Orchesterkultur und Klangqualität ergänzen trotz kleinerer altersbedingter Trockenheiten einander so vollkommen, als ob man eine moderne CD mit berühmtesten Klangkörper vor sich hätte; man kann da nur staunen, wie wenig sich da doch im CD-Bereich wirklich verändert hat seit 40 Jahren.

Die Altistin gefällt mir sehr von der Stimme und auch vom Gestus her, sie gefährdet niemanden, wie auch Rögner im Grunde alle Fährnisse nicht weiträumig, aber dennoch in sicherer Entfernung umschifft; sodass das Einzige, was man der Aufnahme vorwerfen kann, das ist, dass sie im Detail wie im Ganzen hätte mehr wagen dürfen, vielleicht sogar müssen. Dennoch, eine wunderbare Einspielung, die einmal mehr dartut, dass man dem DDR-Zugang zu Bruckner und Mahler endlich einmal eine eigene Untersuchung zu widmen hätte.
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

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