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Montag, 26. Februar 2018, 22:38

Geistliche Musik im Laufe der Jahrhunderte

Es gibt eine interessante Anfangsfrage:

Was ist geistliche Musik?


Klar - die Musik, die mit geistlichen Inhalten ausgefüllt sind. Nur: welche sind das? In erster Linie sind es die Texte, der Bibel entkommen - dann gewiß die Art des Gesangs. Da kommt einem gleich der Gregorianische Choral in den Sinn, wobei hier schon eine besondere Einschränkung zum Tragen kommt: es ist nur der Gesang der katholischen Kirche, beginnend im 8. Jahrhundert ursprünglich im Frankenreich. Doch später sollte die Reformation dazustoßen, lokale Dialekte werden ausgebildet, und die Harmonik verändert sich im Laufe der Zeit ebenso. Das Thema Mehrstimmigkeit darf auch nicht helfen, geschweige vom Einsatz von Instrumenten.

Kurz: es gibt viele größere und kleinere Veränderungen der konkreten Behandlung solches Repertoires, wo es also etwas schwierig werden kann, eine genaue Definition zu ermitteln, denn irgendwann verändert sich auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Kirche als Mittelpunkt im Alltag. Unsere heutige (westliche) Generation hat ein sehr - sagen wir mal - "lockeres" Verhältnis zu Religion im Allgemeinen, doch es kommt heutzutage in der Klassischen Musik das Phänomen hinzu, daß geistliche Musik gehört wird, die keinerlei liturgische Funktion mehr ausfüllt; man hört sie davon entkoppelt, erfreut sich an ihrer musikalischen Qualität, ohne jedoch dafür einen Gottesdienst aufsuchen zu müssen.

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In diesem Thread soll allgemein erörtert werden, was geistliche Musik ausmacht und welche Veränderungen es unterliegt, welche Merkmale spezifisch sind und was sich immer wieder neu erfindet. Die Diskussion im Missa Solemnis-Thread zeigte schon deutlich, daß es einige interessante Gedanken dazu geben kann.
Unser *opi* nahm *opi*-um - Bumms! fiel unser *opi* um.

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Verwendete Tags

geistlich, profan, sakral, weltlich