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Yorick

gewesener reuß.-plaw. Rath und Landgeist(l)icher

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21

Dienstag, 8. Dezember 2015, 12:21

Übrigens gibst Du da dem Tonträgermarkt eine essentielle Anregung. Man sollte CDs von vornherein im Geschenkpack mit den passenden geistigen Getränken verkaufen. Mit ausreichend altem, sherrybetontem Single Malt von Glenfarclas im Glas, kriegt mich auch Tristan mit seiner Isolde nicht klein... *hide*
Einen eigenen Thread wert, lange überfällig - Musikhören mit Alkohol ... *yes*
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

Ulli

Ritter vom goldenen Spott

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22

Dienstag, 8. Dezember 2015, 18:02

[off]Wer meine letzten Postings bei „Jetzt im Ohr“ aufmerksam verfolgt hat...[/off]
Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.
W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

Yorick

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23

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 08:00

Agnes Giebel, Walter Hauck, Charlotte Wolf-Mattäus, RIAS Kammerchor, RIAS Kammerorchester, Karl Ristenpart, 1950



Ich weiß nun nicht, wie das vor dem Remastering geklungen hat, kann daher das Lob JDs weiter oben nicht hinterfragen; aber fest steht, dass der Chor zuweilen etwas mulmig und dumpfer rüberkommt in den tieferen Stellen; aber insgesamt lässt sich das klanglich durchaus genießen. Stark auf jeden Fall die Interpretation, die einmal mehr beweist, dass im Jubel und in der Freude über die Geburt des Heilands die neueren opi-Aufnahmen diesen älteren deutlich unterlegen sind; wozu sich hier noch zusätzlich eine verhältnismäßig schlanke Diktion gesellt. Großartig!
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

palestrina

Freispruch für Tosca - Jago soll hängen

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24

Samstag, 17. Dezember 2016, 12:11



Richters zweite Aufnahme von 1965 ist der Klassiker der traditionellen Aufführungspraxis: festlich, freudig, mit Leichtigkeit erfüllt und handwerklich glänzend umgesetzt. Der Charme ist immer noch da, wenn das Ganze auch recht pompös klingt. :thumbsup:
jd :wink:

Ja der Charme ist noch da, pompös würde ich nicht sagen, es ist ein Kind seiner Zeit, bei mir kam und kommt das immer sehr romantisiert rüber, was eben auch der Zeit geschuldet ist, beim Weihnachtsoratorium stört mich das am wenigsten, bei den Passionen erheblich mehr.
Die Sänger sind allesamt ganz hervorragend, jeder für sich ohne Ausnahme, allen voran Wunderlich als Evangelist und Sänger der Tenor Arien, des weiteren die Janowitz mit ihrem sehr vibratoarmen singen und eine glänzenden Diktion, was den Chor betrifft, verstehe ich dann auch was Mordent hier meint ...

Zitat

habe ich Gardiner und Jacobs deshalb schon mal ausgelassen, weil mir dieses Abhacken der Silben inzwischen sehr auf die Nerven geht.
hier ist alles im Fluss und bei Gardiner, ich würde da nicht abgehackt sagen, es ist mMn eher eine Frage des Rhythmus und der Zügigkeit der Interpretation.

LG palestrina
„ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
Oolong

25

Samstag, 17. Dezember 2016, 12:29

bei Gardiner, ich würde da nicht abgehackt sagen
Ich auch nicht, eher Details darstellend, was durch den nahezu vibratolosen Gesang bei Gardiner sehr unterstützt wird.

Yorick

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26

Samstag, 17. Dezember 2016, 15:33

Zitat?

Von wem stammt das Wort "abgehackt"?
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

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27

Samstag, 17. Dezember 2016, 15:57

Helen Donath, Marjana Lipovsek, Eberhard Büchner, Robert Holl, Peter Schreier, Chor des Leipziger Rundfunks, Blechbläserensemble Ludwig Güttler, Staatskapelle Dresden, Peter Schreier, 1986





Sehr lange Zeit Kopf an Kopf mit Richter und Flämig meine Lieblingsinterpretation; bis, ja, bis die erste Harnoncourt mit den Knaben kam und schließlich Herreweghe.
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

28

Samstag, 17. Dezember 2016, 16:27

Von wem stammt das Wort "abgehackt"?
Möglicherweise ist diese Begrifflichkeit dem kollektiven Musikverständnis entnommen, wonach auf HIP getrimmte Aufnahmen gefälligst abgehackt zu klingen hätten, *hide* .

29

Samstag, 17. Dezember 2016, 16:41

Man kann es übrigens auch vornehmer und googletauglicher formulieren, wie Martin Elste, der in seinen Meilensteinen von einem starken Skandieren im Nachgang zu Schmidt-Gaden und Harnoncourt schreibt.

Yorick

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30

Sonntag, 25. Dezember 2016, 07:18

Gundula Janowitz, Christa Ludwig, Fritz Wunderlich, Franz Crass, Münchener Bach-Chor, Münchener Bach-Orchester, Karl Richter, 1964



Gibt es einen Gott? Hören und bejahen ...
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"

31

Sonntag, 25. Dezember 2016, 08:39

So isses,lieber Nachbar! :thumbsup:
Erfahrung ist der Kamm, den das Leben Dir schenkt, wenn die Haare ausgegangen sind!

Yorick

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32

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 07:28

Christiane Oelze, Annette Markert, Hans Peter Blochwitz, Oliver Widmer, Concentus Vocalis Wien, Virtuosi Saxoniae, Ludwig Güttler, 1995



Interessant in der Kopplung mit dem Gespräch zwischen Ludwig Güttler & Peter Gülke:



Hier im Paket:


Zitat

(Weihnachtsoratorium BWV 248). In einem spannenden Dialog erörtern Ludwig Güttler und Peter Gülke ganz unterschiedliche Aspekte dieses vielschichtigen Werks. Laien wie Musikern werden Bachs Botschaften und Verfahrensweisen verständlich gemacht und anhand zahlreicher Musikbeispiele verdeutlicht.
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rises at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?"